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Jan 02 2012

Ohrenqualle – Aurelia Aurita

Quallen kommen fast überall in den Ozeanen der Welt vor. Bei uns sind vor allem die an der Nord- und Ostseeküste zu findenden Ohrenquallen bekannt, welche aber auch im Atlantik und im Mittelmeer beheimatet sein können.

Zwei Generationen - Unterschied zwischen Medusen und Polypen:

Ohrenquallen-Medusen treiben im Meer oder liegen, vom Wasser an Land gespült, am Strand. Die Ohrenqualle, lateinisch Aurelia aurita, gehört zu den Nesseltieren und als Untergruppe zu den Schirmquallen. Typisch dabei ist der gelblich-weiße, flachgewölbte, tellerförmige Schirm. Die Quallen können in Ausnahmefällen bis zu 40 cm groß werden. Im Normalfall bleiben sie allerdings eher bei einer Größe von 20 bis 25 cm.
Die Meduse als vorherrschende Generation ist ein Gewebetier aus Gewebe und Organen mit zwei übereinander liegenden Zellschichten. Acht Gleichgewichtsorgane dienen der Orientierung, einfache Licht-Sinneszellen bilden eine Art primitives Auge. Diese Organe befinden sich am so genannten Mantelrand. Einzige Körperöffnung ist die Gastral-Öffnung. Der Zentralmagen hat ein verzweigtes Kanalsystem, das bis zum Schirmende reicht. Die Gastral-Öffnung ist Mund und After gleichzeitig. Am Rand des Schirmes befinden sich mehrere kurze Tentakel, Fangarme, die mit Nessel-Zellen ausgestattet, zu Beutefang und Verteidigung dienen. Quallen-Medusen bestehen zu 98 Prozent aus Wasser. Die langsame Fortbewegung geschieht durch Muskelkontraktionen nach dem Rückstoßprinzip. Meist aber treibt das Meerwasser die Medusen voran.

Ernährung und Fortpflanzung von Ohrenquallen:

Bei der Ernährung der Ohrenqualle stehen meist Fischlarven, Plankton, kleinen Krabben, sowie Wasserflöhen auf dem Speiseplan. Die Größe der Quallen ist übrigens von der aufgenommenen Futtermenge und der Temperatur des Meerwassers abhängig. Je mehr Nahrung und Wasserwärme, desto mehr Wachstum.

Polypen heißen die am Meeresboden festsitzenden Formen der Ohren-Quallen. Sie sind nur wenige Millimeter groß. Obwohl Polypen normalerweise fest am Boden haften, können sie mit Hilfe kleiner Tentakel auch den Standort wechseln. Auch Polypen verfügen über Nesselzellen, speziell an den Tentakeln. Ein Polyp kann einige Jahre alt werden, während die Meduse nach beendeter Fortpflanzung, also etwa drei bis vier Monate später, stirbt. Polypen vermehren sich ungeschlechtlich, spielen aber bei der geschlechtlichen Fortpflanzung der Medusen eine Rolle. Die männlichen Medusen, an weiß- bis orangefarbenen Hoden zu erkennen, befruchten die Weibchen (rotviolette Ovarien) mit Spermien-Schnüren. In den Bruttaschen der Weibchen bilden sich aus den befruchteten Eiern kleine Larven. Diese gelangen ins Wasser und setzen sich am Boden fest, wo sie sich zu Polypen entwickeln. Diese schnüren im Frühjahr etwa 20 bis 50 scheibenförmige Jungquallen ab, welche wiederum im Sommer geschlechtsreif werden.

Die Ohrenqualle kann auch im Aquarium gehalten werden. Mehr dazu können Sie in unserem Infoartikel Quallen im Aquarium - Fragen und Antworten.

 

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Okt 19 2011

Quallen im Aquarium – Fragen und Antworten

Sind Quallen im Aquarium schwierig zu halten?

In erster Linie kommt es natürlich auf die Quallenart an. Es gibt aber Arten, die relativ genügsam sind und z.B. keine extreme Anforderungen an die Wasserwerte stellen und damit nicht sehr schwer zu halten sind. Unterschiede gibt es dabei, ob die Quallen im Süß- oder Meerwasser gehalten werden können. Ein Meerwasseraquarium ist dabei an sich nicht schwieriger zu pflegen, es bedarf nur mehr Kontrolle, damit der Salzgehalt stets passend ist. Wichtig ist vor allem, dass immer eine ausreichende Strömung in dem Aquarium vorhanden ist, in der sich die Tiere treiben lassen können.

Welche Quallenarten sind für die Haltung in einem Aquarium geeignet?

Es gibt verschiedene Quallenarten, welche sich auch im Aquarium gut halten lassen. So beispielsweise die Ohrenqualle. Diese gehört zur Klasse der Schirmqualle und kommt in der Natur meist in Küstennähe vor. Sie lassen sich entweder mit der Strömung treiben lassen, oder bewegen sich anhand des Rückstoßprinzipes fort. Auch die Mangrovenqualle oder Saugschirmquallen kämen für eine Haltung im Aquarium in Frage. Ebenso die Rippenqualle, die zwar zoologisch gesehen, nicht zu den Quallenarten gehört, da sie keine Nesselzellen besitzen, aber aufgrund ihres Aussehens und Lebensweise dazu gerechnet werden kann.

Wie sollte ein Quallenaquarium aussehen und wie sollte es am besten eingerichtet sein?

Die Form des Aquariums sollte rund oder zylindrisch sein, damit keine Kanten und Ecken vorhanden sind, an denen sich die Quallen verletzten können.
Gegenstände im Becken sollte es am besten gar nicht geben. So sollten Pflanzen oder Dekorationen in einem Quallenaquarium nicht vorhanden sein, ebenso keine scharfkantigen technische Geräte, an denen sie sich verletzten könnten. Wie schon erwähnt, muss im Becken eine konstante Strömung gebildet werden, die das gesamte Aquarium erfasst, da sich die Tiere sonst nicht mehr aus toten oder schwachen Strömungszonen entfernen können. Außerdem sollte die Pumpe keinen starken Sog haben, da die Tiere sonst Gefahr laufen, davon angesaugt zu werden.

Hier können Sie sich auf YouTube ein von uns erstelltes Video mit Quallen in einem biUbe Aquarium ansehen.

Brauchen Quallen im Aquarium ein bestimmtes Licht?

Das kommt auf die Art an. Quallen die im Aquarium gehalten werden, brauchen in der Regel nicht viel und auch kein bestimmtes Licht. So können sie auch in diffusem oder monochromatisch blauem Licht gehalten werden, was die Medusen sehr mystisch wirken lässt. Es gibt einige Quallenarten, die symbiotisch mit Algen zusammen leben und sich von deren produzierten Stoffen ernähren. Diese benötigen für die Photosynthese eine ausreichende Lichtzufuhr.

Was eignet sich am besten als Futter für Quallen im Aquarium?

Am besten eigenen sich zur Fütterung von Quallen Kleinstlebewesen wie Zooplankton, Artemia, Mysis und Bosmiden.

Können Quallen giftig sein?

Es gibt Quallenarten die sehr giftig sind und für den Menschen auch tödlich sein können. Aber es gibt auch Quallenarten, als Beispiel kann hier die Ohrenqualle angeführt werden, welche zwar kleine Nesselzellen besitzen in denen sich Gift befindet, dieses Gift ist allerdings für den Menschen ungefährlich, bzw. kann im schlimmsten Fall eine leichte allergische Reaktion hervorrufen.

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