Die Herkunft und Geschichte der Koi

Der Koi Karpfen wird gern herangezogen, wenn es darum geht, den eigenen Gartenteich mit repräsentativen Fischen auszustatten. Aufgrund seiner beachtlichen Größe wird der Koi auch gern als König unter den Karpfen bezeichnet.

Mit dem Koi Karpfen holen Sie sich auch Farbe in den Garten, da dieser Kaltwasserfisch durch sein buntes Farbenspiel zu überzeugen weiß.

Der Koi Karpfen: Eine lange Geschichte

Cyprinus carpio Shiro Bekko Koi

Cyprinus carpio Shiro Bekko Koi

Beabsichtigen Sie Koi Karpfen in Ihrem Gartenteich zu beherbergen, dann sollten Sie sich vorab umfassend über Pflege, Aufzucht und das richtige Futter informieren. Dafür empfiehlt es sich, wenn Sie etwas mehr über die lange Geschichte des Koi Karpfens erfahren. Die ersten Koi gab es schon vor über 2000 Jahren. Auch wenn diese Geschichte sehr weit zurückbleibt, kann heute noch nicht zweifelsfrei geklärt werden, wo der Koi eigentlich seinen Ursprung hat.

In der Öffentlichkeit ranken sich daher viele Legenden um den Koi, die seine Herkunft immer an anderen Meeren sehen. Einige Annahmen gehen davon aus, dass Koi Karpfen aus dem schwarzen oder dem kaspischen Meer stammen. Wieder andere sagen, dass der Aralsee das eigentliche Zuhause der Koi ist. Wieder andere Annahmen gehen sogar davon aus, dass es die Region um die Donau ist, in welcher Koi Karpfen sich einst angesiedelt haben.

Ganz gleich, an welchem Ort die Koi ihren geschichtlichen Ursprung haben. Feststeht, dass sie heute in China und Japan beheimatet sind. Wie der Koi nun aber nach Asien gelangte, ist weiter ungeklärt.

Der Koi und Japan

Besonders eng verbunden ist die Geschichte der Koi Karpfen mit dem Land der aufgehenden Sonne, Japan. In vielen Geschichtsbüchern tauchen Hinweise auf, dass es in Japan schon lange Zeit Karpfen gegeben hat. Ob es sich dabei zweifelsfrei um die Koi handelt ist nicht klar, denn Koi heißt übersetzt lediglich „Karpfen“. Seinen Namen hat der Koi jedoch tatsächlich aus Japan. Es gibt ein Schriftzeichen, nämlich jenes für Brokat, welches sich mit dem farbenfrohen Fisch und einer eventuellen japanischen Herkunft in Verbindung bringen lässt. Dieses Zeichen steht für den Farbkarpfen, den Sie in Deutschland unter dem Namen Koi kennen.

Der Koi und China

Auch zu China hat der Koi eine ganz eigene Verbindung. In China wird die Zucht der Flusskarpfen bereits seit dem 11. Jahrhundert vor Christus erfolgreich betrieben. Zahlreiche Überlieferungen gehen davon aus, dass selbst zu dieser Zeit die Farbkarpfen in China schon bekannt gewesen sind. Was Ihnen vielleicht nicht bekannt ist, China ist dasjenige Land, in welchem die Fischzucht schon am längsten auf der Welt betrieben wird.

Daher spricht laut verschiedener Experten auch einiges dafür, dass der Koi dort schon damals kein unbekannter mehr war. Welchen dieser Überlieferungen Sie Ihren Glauben schenken, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Interessant sind aber auch Aufzeichnungen, aus denen hervorgeht, dass der Sohn des bekannten Philosophen Konfuzius einen mehrfarbigen Karpfen geschenkt bekommen hat. Handelt es sich dabei vermutlich um einen Koi Karpfen?

Wo die Koi heute noch zuhause sind

In Japan gibt es heute – und das kann klar gesagt und belegt werden – eine Region, in welcher sich die Koi zuhause fühlen. Die Rede ist von der Niigata Region. An diesem Standort erfreuten sich die Koi nicht aufgrund ihres bunten Farbenspiels großer Beliebtheit. Bereits im 18. Jahrhundert dienten sie dort als Nahrungsmittel. Dies lag ganz einfach daran, dass die ländliche Region nur schwerlich mit Lebensmitteln versorgt werden konnte.

Die ansässige Bevölkerung war seinerzeit vor allem im Winter auf die Koi Karpfen angewiesen. Dadurch entstand in Niigata eine Fischzucht, welche die heute noch bekannten Merkmale der Koi hervorbrachte.

Waren die beliebten Fische anfangs noch rot, weiß und gelb, sind es heute viele Farben, die Sie in Ihrem Gartenteich beobachten können. Leicht hatten es die Koi nicht. Die Fischzucht ging in Niigata nur langsam voran, da die Region so abgeschieden war. Die wirtschaftlich schwachen 1920er Jahre und die Lebensmittelknappheit während des Zweiten Weltkrieges erstickten den Erfolg der Koi aus dem Jahre 1914 in Tokio fast wieder. Erst als sich die Weltlage gegen Kriegsende wieder beruhigte, konnte die Fischzucht wieder angekurbelt werden und die Koi Karpfen traten einen Erfolgszug um die ganze Welt an.

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