Koi Fütterung im Sommer – Wie viel Futter soll ich meinen Kois im Sommer füttern

Kois im Sommer sind agil und scheinen immer Hunger zu haben. Sobald die Fische eine Bewegung am ihrem Teich wahrnehmen, beginnt das rege Treiben: Die Fische strömen zur Wasseroberfläche, strecken sogar ihre Mäuler aus dem Wasser. 

Koi frisst aus Hand

Koi frisst aus Hand

Im Unterschied zu ihren Cousins gehören Koi nicht auf den Speiseplan der Menschen. Nein, Koi sind eine Augenweide, eine Zierde des Gartenteichs und außerdem intelligente gesellige Haustiere.

Mit allen Mitteln versuchen sie den Menschen auf sich aufmerksam zu machen und ihm zu zeigen – Hier gibt es ausgehungerte Lebewesen, die dringend gefüttert werden möchten. In der Tat benötigen Kois in der warmen Jahreszeit mehr Futter, als im Winter. Wie oft Sie Ihre Nishikigoi im Sommer füttern sollen, sowie wie viel und welches Futter brauchen die Karpfen-Fische wirklich, erfahren Sie aus dem folgenden Beitrag.

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Koi-Teich im Sommer: schwankende Temperaturen und Wasserwerte

Sommer ist zwar die wärmste Jahreszeit, doch das Wetter bleibt wechselhaft: Nach Wochen der Hitze und Trockenheit folgen Tage oder sogar Wochen, wenn es so gut wie jeden Tag regnet und recht kühle Temperaturen herrschen. Mit den Lufttemperaturen ändern sich natürlich die Wassertemperaturen im Koi-Teich und sowohl die Wasserwerte, als auch der Stoffwechsel der Kois.

Wassertemperaturen unter +15°C: Der Stoffwechsel der Koi fährt runter

Dauerkälte und Wassertemperaturen unter +15°C führen zur Verlangsamung des Stoffwechsels, Fische benötigen weniger Futter und werden weniger aktiv. Bei den Wassertemperaturen von +30°C und höher fühlen sich Koi nicht wohl. Der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt rapide, Fische brauchen gleichzeitig mehr Sauerstoff. Oft ist zu beobachten, dass während der Hitzezeit Kois und andere Teich-Bewohner dicht unter der Wasseroberfläche schwimmen und nach Luft schnappen.

In dieser Zeit können Kois keine großen Futtermengen verdauen. Überflüssiges Futter sinkt zu Boden und droht zu verfaulen, besonders weil die Filterbakterien in dieser Zeit ebenfalls nicht optimal „funktionieren“. Tipp: Beim Anlegen von einem neuen Koi-Teich bedenken, dass dieser am besten zum Teil im Schatten liegen sollte. Ein über dem Teich gespanntes Netz sorgt für Schutz gegen das herabfallende Laub und gegen die Raubtiere.

Um es auf den Punkt zu bringen: Zwar ist Sommer die Zeit, wenn Kois am meisten Hunger haben und dementsprechend intensiver gefüttert werden sollen, doch hängt die Futtermenge und die Häufigkeit der Fütterung stark von den Wassertemperaturen ab.

Fütterung professionell: Auf Proteingehalt achten und in kleinen Portionen füttern

Koifutter für den Sommer

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Auch wenn es auf den ersten Blick nicht ganz einfach ist, doch Sie bringen Kois durch den Sommer am liebsten mit mehreren Sorten Futter, als nur mit nur einer einzigen. Für die Wahl des Futters spielt wiederum die Wassertemperatur eine entscheidende Rolle.

Als Faustregel gilt es: Bei Temperaturen unter +15°C und über +30°C soll Futter mit reduziertem Proteingehalt verabreicht werden, sprich mehr pflanzliches Futter. Bei den für Kois optimalen Temperaturen zwischen 22°C und 28°C ist leckeres proteinhaltiges Futter angesagt (Koifutter für den Sommer >>). Als zusätzliche Snacks eignen sich z.B. Süßwassergarnelen oder getrocknete Garnelen.

Tipp: Kois, da sie omnivor sind, würden auch ein Blatt grünen Salat oder ein Stück Melone gerne verspeisen. Es soll aber darauf geachtet werden, dass die Fische ihr Futter möglichst innerhalb von 1-2 Minuten auffressen. Das Alter der Fische ist ebenfalls zu berücksichtigen: Heranwachsende Kois benötigen insg. mehr Protein als ältere Exemplare.

Eine oder mehrere Fütterungen pro Tag?

Koi-Fütterung als ein Höhepunkt des Tages? Experten raten davon ab, Kois nur einmal täglich zu füttern, denn die Fische „schlagen sich den Bauch“ voll und haben nachher Schwierigkeiten das Futter zu verdauen. Im schlimmsten Fall kann das zum Tod eines Nishikigoi führen. Angebracht ist die mehrfache Fütterung in kleineren Portionen. Gerade in der Sommerzeit, v.a. bei den für Kois optimalen Wassertemperaturen, empfehlen Koi-Profis die Fische 4-5 pro Tag zu füttern.

Bei Wassertemperaturen zwischen +15°C und +22°C – 2 bis 3 mal pro Tag. Achten Sie darauf, dass alle, auch die kleineren und schwächeren bunten Karpfen etwas vom Futter abbekommen. Dafür wird empfohlen, sowohl schwimmendes, als auch Sinkfutter zu verwenden. Zwar entspricht Sinkfutter mehr dem natürlichen Fressgewohnheiten der Kois, hilft Schwimmfutter genauer die Futtermengen zu kontrollieren. Kleinere Fische, von den stärkeren „Mitbewohnern“ von der Wasseroberfläche ferngehalten, freuen sich auf ein Häppchen Sinkfutter.

Tipp: Wenn Sie berufstätig sind und keine Gelegenheit haben mehrfach täglich Ihre Kois zu füttern, schafft ein Futterautomat Abhilfe (z.B. mit dem Futterautomat Koifeeder >>). Das Gleiche gilt für den Urlaub, außerdem ist bekannt, dass Nishikigoi bis zu 10-12 Tagen ohne Futterzugaben unbeschadet überleben können. Jungfische brauchen freilich mehr Zuwendung und vertragen solche langen Fastenzeiten nicht so gut. Übrigens sollen Fische überwiegend morgens, mittags und nachmittags gefüttert werden. Das Abendbrot soll nicht so üppig ausfallen, da sich Fische zur Nachtruhe setzen und ihr Stoffwechsel nachts „heruntergefahren“ wird.

Kurzüberblick zur richtigen Fütterung:

  • Mehrere Fütterungen pro Tag
  • Futtermenge abhängig von Wassertemperaturen
  • Und vom Alter der Fische

Kurz zusammengefasst kann gesagt werden, dass Kois mehrere Male täglich gefüttert werden sollen und dass abhängig von den Wassertemperaturen und vom Alter der Fische Fischfutter mit weniger oder mehr Protein ausgewählt werden soll.

Richtig Futtermengen bestimmen: Größe der Fische als entscheidendes Kriterium

Fest steht: Größe und dementsprechend das Gewicht der Tiere bestimmen, wie viel Futter ein Fisch bekommt. Das Alter der Tiere spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, denn Jungfische benötigen mehr Futter pro Kilogramm Gewicht als ausgewachsene Exemplare. Grundsätzlich gilt es: Die tägliche Ration darf 5% des Körpergewichts nicht überschreiten. Z.B. wiegt ein Nishikigoi ca. 200 g (ein junger Koi, ungefähr 20 cm lang) – bekommt er nicht mehr als 10 g Futter täglich. Je älter der Fisch, desto weniger Futter erhält er pro ein Kilogramm Gewicht. So werden es bei einem 1 kg schweren Koi lediglich 1-2% seines Gewichts, d.h. 10-20 g Futter sein. Weniger als 0,8% des Gewichts dürfen es aber auch nicht werden.

Für die Sommerfütterung bedeutet das Folgendes: Während der Hitze wird pro Kilo Fisch ca. 8-10 g Futter benötigt. Bei den optimalen Temperaturen – 10-20 g. Wenn es dauerhaft kühl ist, wird die Menge wieder reduziert.

Fazit: Im Sommer werden Kois mehrfach täglich mit frischem Futter gefüttert, dessen Menge und Zusammensetzung von der Wassertemperatur, aber auch vom Alter und von der Größe der Fische anhängig sind.

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