Mückenlarven – leckeres Fischfutter im Kompakt-Format

Mückenlarven sind für die meisten omnivoren Fische einie richtige Delikatesse und auch als Futter für relativ kleine Fischarten gut geeignet. Für die Kois und andere Teichbewohner sind diese Kleinlebewesen eine willkommen Abwechslung zu diversen Trockenfuttermischungen. Im Handel werden drei Arten von Mückenlarven angeboten: Rote, Schwarze und Weiße. Dieses Futter ist weich, leicht verdaulich und enthält alle lebenswichtigen Nährstoffe sowie Vitamine.

Schwarze und weiße Mückenlarven – beliebte Futtersorten

Mückenlarven getrocknet kaufen

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Schwarze Mückenlarven sind Larven der unbeliebten Stechmücke, als Futter aber sehr begehrt. Stechmücken setzen ihre Eierpakete meist in einem stehenden Gewässer oder im sumpfigen Boden ab. Aus den Eiern entwickeln sich nach einigen Wochen die Larven, welche sich meist direkt unter der Wasseroberfläche aufhalten, da sie atmosphärische Luft zum Atmen benötigen. Diese sich von Mikroorganismen ernährenden Wesen sind eine Quelle von wertvollem Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen für omnivore und karnivore Fische. Auch diese Larven sollen am liebsten nicht lebend eingesammelt werden, weil sie auch in belasteten Gewässern überleben. Hinzu kommt, dass wenn die Fische nicht alle Larven finden und fressen können, die “Überlebenden” sich später als recht lästig erweisen können – ein Argument, das nicht unbedingt pro Fütterung von Aquarienfischen mit lebenden Schwarzen Mückenlarven spricht.

Weiße Mückenlarven sind Larven der Büschelmücke und werden noch nach ihrem Aussehen Glasstäbchenlarven genannt. Diese Larven halten sich ebenfalls im Wasser auf, im Unterschied zu den Roten und Schwarzen Mückenlarven ziehen diese Wesen saubere Gewässer vor und gelten als ein wichtiges Bioindikator. Deswegen sind die Glaslarven nur selten mit Krankheitserregern belastet und daher sehr beliebt. Dieses Futter ist reich an Proteinen und Vitaminen, dabei aber vergleichsweise fettarm und kann ohne Bedenken an alle Fische, unser anderem auch an Kois, verfüttert werden.

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Rote Mückenlarven – Larven der Zuckmücken

Rote Mückenlarven lebend

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Wegen ihrer intensiv-roten Farbe “Rote Mückenlarven” genannt, sind diese nur wenige Millimeter große Geschöpfe die Larven von sogenannten Zuckmücken. Diese Mücken, bekannt auch unter den Namen Schwarmmücken oder Tanzmücken, gehören zur Familie der Chiromoniden bzw. Tendipediden (“Ihre Füße ausstreckende”). Die Zuckmücken, die wegen ihrer zappelnden Füße so heißen, fallen den Menschen vor allem während ihres Hochzeittanzes auf, wenn sich die Männchen in Schwärme bis zu mehreren Millionen Insekten versammeln. Von dem Geschehen angelockt, fliegen die Weibchen auf den Schwarm zu und werden begattet. Übrigens sind auch Fälle von Parthenogenese bei den Zuckmücken bekannt.

Das kurze Leben der Imagines dauert lediglich etwa eine Woche, kurz nach der Eiablage sterben die Zuckmücken. Während ihres Lebens als Imago nehmen die Tanzmücken kaum Nahrung zu sich, im Unterschied zu den Stechmücken sind sie keine Blutsauger.

Die Eier werden in der Regel ins Wasser gelegt, nach etwa sieben Tagen schlüpfen die wurmartigen Larven. Sie sind rötlich gefärbt, da ihr Körper den sauerstoffaffinen Hämoglobin enthält, das die Atmung auch in schlammigen, sauerstoffarmen Gewässern möglich macht. Die Larven erreichen die Größe von 10 bis 15 Millimetern und sind mit Stummelfüssen sowie Nachschiebern (eine Art Schwimmbeinen) ausgestattet. Die Larven bauen aus Kalkkörnern mithilfe ihrer Speicheldrüsen röhrenförmige, nach beiden Seiten offene Köcher, die im Bodengrund verankert sind. Einige Arten leben schwimmend und tragen den Köcher mit sich. Die Roten Mückenlarven ernähren sich vorwiegend von Detritus, den sie mit ihren Mundwerkzeugen zermalmen. Der Lebenszyklus der Larven beträgt je nach dem Klima zwischen einer Woche in den Tropen und bis zu sieben Jahren in der Arktis.

Mythos giftige Mückenlarven

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Immer wieder werden wir mit den Behauptungen konfrontiert, die Roten Mückenlarven seien für die Fische ungesund und sogar giftig. Es wird außerdem berichtet, dass die Larven der Tanzmücken das Umweltgift speichern und insofern nur mit Vorsicht zu verfüttern seien.

Unsere Erfahrung und die Erfahrung von vielen Aquarianern und Gartenteichbesitzern spricht dagegen. Die Roten Mückenlarven, übrigens im Unterschied zu den Schwarzen Mückenlarven, ziehen vor allem saubere Gewässer vor. Doch da die Larven ziemlich widerstandsfähig sind, garantiert ihr Vorkommen in einem Gewässer noch nicht, dass das Wasser Trinkqualität hat.

Letztendlich hängt die Qualität der Roten Mückenlarven als Futter vom Fangort ab. Daher empfiehlt sich der Kauf nur in einem gut sortierten Zoohandel, dessen Lieferanten bekannt und zuverlässig sind. In diesem Zusammenhang sei übrigens davor abzuraten, Rote Mückenlarven selbst in Tümpeln zu fangen. In einem Naturschutzgebiet ist zwar das Wasser sauber, doch das Fangen jeglicher Tiere ist dort untersagt. In den anderen Gebieten geht ein sparsamer Aquarianer das Risiko ein, seine Fische zu vergiften oder Krankheitserreger wie zum Beispiel den Ichthyophthirius multifiliis, der die gefährliche Pünktchenkrankheit verursacht, einzuschleppen. Nebenbei sei bemerkt, um Rote Mückenlarven zu fangen, muss meist eine ganze Schlamm- und Laubschicht vom Bodengrund eines Gewässers mitgenommen werden. Zu Hause gilt es, die Larven mühselig “herauszuwaschen“. Der einfachste Weg zu den Roten Mückenlarven liegt offensichtlich durch einen professionellen Zoohändler.

Rote Mückenlarven als Futtertiere kaufen

In Handel werden die Zuckmückenlarven als Lebendfutter, Frostfutter und getrocknet (auch gefriergetrocknet) angeboten. Dank der schonenden Verarbeitung bleiben sogar in den getrockneten Kleinlebewesen die meisten Nähr- und Vitalstoffe enthalten.

Analyse des Futtermittels:

RohproteinRohfettRohascheRohfaser
551397
Es handelt sich somit um ein proteinreiches Futter mit einem recht hohen Fettanteil. Der Anteil an Ballaststoffen und Mineralien ist dagegen nicht sonderlich hoch. Summa summarum sind Rote Mückenlarven ein leicht verdauliches Futter, das den Fischen, darunter auch Kois, ausgesprochen gut schmeckt.

Füttern mit Tanzmückenlarven

Rote Mückenlarven sind ein hochwertiges Futter, das den meisten Fischen gut tut. Einiges gilt es indes zu beachten. Wir zeigen, was genau.

    • Rote Mückenlarven erreichen zwar eine Körperlänge von lediglich 1,5 Zentimetern, eignen sich als Lebendfutter trotzdem nicht so gut für die Fütterung von kleinen Fischen, wie zum Beispiel Guppy oder auch sehr jungen Kois. Der Grund: Wenn ein Fisch es nicht schafft, die Larve bereits in seinem Mund zu töten und sie lebendig schluckt, kann sie mit ihren Mundwerkzeugen die Darmwand der Fische beschädigen.
    • Schockgefrostete oder trockene Zuckmückenlarven sind dagegen ein hochwertiges und gut verwertbares Aufzuchtfutter.
    • Das Lebensfutter ist vor dem Verabreichen mit kühlem Wasser zu spülen, das Spülwasser ist zu entsorgen.
    • Frostfutter ist unbedingt zuvor aufzutauen. Werden tiefgefrorene Blöcke ins Wasser gegeben, können die Fische sich an den scharfkantigen Stücken einer Tafel verletzen. Das auf -18 Grad herunter gekühlte Futter kann außerdem schwere Verletzungen des Verdauungstraktes verursachen. Tauwasser soll am liebsten nicht in den Teich oder ins Becken gelangen, denn es kann unter Umständen keimbelastet sein oder unerwünschte Nebenbewohner enthalten.
    • Aufgetaute Kleinlebewesen sind möglichst sofort zu verfüttern: Bereits nach einigen Minuten setzen sich Fäulnisprozesse ein. Je kleiner das einzelne Lebewesen, desto schneller. Auch in einer Tiefkühltruhe sind die Roten Mückenlarven nicht unbegrenzt haltbar, denn die Zersetzungsprozesse sind lediglich verlangsamt, aber nicht ausgesetzt.
    • Rote Mückenlarven sind ein Zusatzfutter, als Alleinfutter sind sie dagegen, da recht nährstoffreich, nicht zu empfehlen.
    • Bei Wassertemperaturen über 15 Grad können diese Kleinlebewesen einmal täglich verfüttert werden, wenn an diesem Tag sonst keine weiteren Futtertiere verabreicht werden.
    • Bei der Mengenbestimmmung ist etwas an Fingerspitzengefühl erforderlich. Es empfiehlt sich, soviel zu geben, was die Fische innerhalb von fünf Minuten fressen können.
    • Eine andere Methode, um die Futtermenge zu bestimmen: Das Gesamtgewicht der Fische im Teich oder Becken zu schätzen und pro Kilogramm Lebensgewicht am Tag etwa 50 Gramm Futter verabreichen. Wird zum Beispiel dreimal täglich gefüttert, davon einmal mit den Roten Mückenlarven, reichen pro Kilogramm Fische 15-20 Gramm Larven. Es werden dabei nur die Tierchen selbst, nicht das Wasser gewogen.

Fazit
Mit den Roten Mückenlarven liegt ein wertvolles und schmackhaftes Futter für so gut wie alle omnivoren Fische vor. Dieses Futter fördert das Wachstum, sorgt für schöne Farben und hält die Darmflora gesund. Das Lebensfutter animiert die Fische sich mehr zu bewegen und stimuliert ihren natürlichen Jagdinstinkt. Rote Mückenlarven aus dem Zoohandel sind bedenkenlos zu verfüttern, die Qualität wird sorgfältig kontrolliert, so dass dieses Futter keim- und schadstofffrei ist.

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