Futterzusätze für Koi – lecker, sinnvoll und gesund

Wir möchten Ihnen in einer kleinen Artikelserie die beliebtesten Futterzusätze für Kois vorstellen. Doch lasst uns zunächst auf die Frage eingehen: Wozu überhaupt Nahrungsergänzungen und Futterzusätze? Hier einige Argumente dafür:

ein junger Koi

ein junger Koi

  • Futterzusätze kommen in den für die Koi kritischen Zeiten zum Einsatz: Vor allem im Herbst, wenn die Fische einen Energievorrat für den Winter bilden müssen, und im Frühjahr, wenn die Koi abgeschwächt aus ihrem “Winterschlaf” erwachen;
  • Mit Futterzusätzen wird ein monatelang gelagertes Futter schnell und einfach aufgewertet;
  • Futterzusätze dienen zur Prophylaxe von Erkrankungen und unterstützen den Genesungsprozess sowie wirken dem Stress entgegen;
  • Im kleinen Mikrokosmos eines Gartenteiches kann mithilfe der Futterzusätze eine ausbalancierte, artgerechte Ernährung gewährleistet werden. In einem Teich haben die Fische nämlich keine Gelegenheit, sich selbst Futter zu beschaffen und sind fast ausschließlich auf die vom Menschen bereitgestellte Nahrung angewiesen. Durch die Futterzusätze wird sicher gestellt, dass es in der täglichen Kost an keinen Nähr- und Vitalstoffen mangelt.

Heißt dies im Umkehrschluss, dass von der alleinigen Versorgung mit Trockenfutter abzuraten ist?

Erfahrung von vielen Koi-Züchtern und Kennern würde diese Annahme bestätigen. Neben dem Koi-Futter gehören Kleinlebewesen, diverse Obst und Gemüse sowie auch die Futterergänzungen auf den Speiseplan gesunder Fische.

Spirulina – proteinreich und verdauungsfördernd

Spirulina Flocken

Spirulina Flocken

Wir fangen mit Spirulina an, die in zahlreichen Futtersorten präsent ist. Diese Cyanobakterien, früher häufig als Blaualgen bezeichnet, bilden mehrzellige, bis zu einem halben Millimeter lange Filamente. Die Algen sind eine Quelle von leicht verdaulichen Proteinen und gehören seit Jahrhunderten zur Ernährung von indigenen Völkern Südamerikas. Neben dem Protein, das 60 Prozent der Trockenmasse von Spirulina stellt, ist diese Nahrung reich an Carotinoiden, Vitamin B12 und Mineralien, vor allem an Eisen. Die Pigmente Carotinoide sorgen für intensiveres Rot und Orange bei den Koi. Vitamin B12, die Cobalaminen, sind insbesondere an der Verstoffwechslung von Fettsäuren beteiligt und unterstützen die Blutbildung. Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das ebenfalls an der Blutbildung partizipiert und für den Sauerstofftransport und den Energiehaushalt wichtig ist.

Darüber hinaus sind die Blaualgen für den Aufbau einer gesunden Darmflora unentbehrlich, eine Eigenschaft, die den Fischen vor allem im Frühling sehr zugute kommt. Eine an Spirulina reiche Ernährung unterstützt die Funktion der körpereigenen Abwehr – des Immunsystems. Dafür sind in erster Linie die in Spirulina enthaltenen Polysachharide zuständig, die die interzelluläre Kommunikation stimulieren. Eine weitere Eigenschaft der Blaualge darf nicht unerwähnt bleiben: Spirulina wirkt als ein starkes Antioxidans und trägt somit zum Zellschutz bei. Zum Schluss gilt es, die entgiftende Wirkung von Spirulina anzusprechen. Nachweislich bindet dieses Bakterium Schwermetalle und Umweltgifte und leitet sie aus dem Körper aus.

Summa summarum ist ein mit Spirulina angereichertes Futter rund um das ganze Jahr empfehlenswert, es liegt aber nahe, insbesondere im Frühling auf dieses Futter zurückzugreifen.
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