Frostfutter für Aquarienfische – eine gesunde Abrundung für den Speiseplan

Vermutlich die unkomplizierteste Möglichkeit, Zierfische im Aquarium abwechslungsreich und artgerecht zu ernähren, ist es, sie neben dem Hauptfuttermittel mit Frostfutter zu versorgen. Frostfutter ist mehr als nur ein leckerer Snack, sondern auch ein unabdingbarer Teil der naturnahen Fütterung von Aquarienfischen. Unser Online-Shop bietet Ihnen eine breite Palette an tiefgefrorenen Kleinlebewesen für Ihre Zierfische.

In diesem Ratgeber erklären wir zum einen, welches Frostfutter bei uns erhältlich ist und für welche Fischarten die jeweilige Sorte am besten geeignet ist. Zum anderen gehen wir auf den richtigen Umgang mit Frostfutter ein, unter anderem darauf, was beim Kauf besonders zu beachten ist.

Warum Frostfutter?

Diese Frage stellen sich manche Aquarianer, denn es gibt ja mehrere Sorten Trockenfutter, und zwar in ausgezeichneter Qualität. Auch die Bezeichnung „Alleinfutter“ legt die Vermutung nahe, dass die Zierfische mit dem Trockenfutter rundum versorgt und zufrieden sind.

Jedoch ist dem nicht ganz so. Das Alleinfutter in Flocken-, Granulat- oder Tablettenform stellt in der Tat eine Mischung aus hochwertig verarbeiteten Zutaten dar, es enthält alle lebenswichtigen Nähr- und Vitalstoffe und ist in der Regel auf die Bedürfnisse von einer bestimmten Zierfischart zugeschnitten. Jedoch brauchen die Fische auch Futter, das sich mit seiner Form, Größe und dem Geruch ihren Beutetieren ähnelt. Frostfutter animiert die Fische zum Jagen, es regt dadurch den Appetit an und hält die Zierfische in Form.

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Außerdem ist das Fertigfutter (Trocken- oder Alleinfutter) in der Regel ziemlich reich an Proteinen, dafür fehlen hier etwa die ebenso lebenswichtigen Ballaststoffe. In den meisten Futtertieren, vor allem in den Wirbellosen, ist der Anteil an Ballaststoffen dagegen recht groß. Der Nährwert des Frostfutters fällt indes unterschiedlich aus – zwischen ziemlich niedrig (Bosmiden) und hoch (Gammarus pulex). Tiefgefrorene Kleinlebewesen enthalten die meisten lebensnotwendigen Vitamine und Mineralstoffe und stellen daher eine wertvolle Nahrung dar.

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Bei uns im Online Shop finden Sie eine enorm große Auswahl an hochwertigen Sorten von Frostfutter. Wir versenden schon ab 3 kg und alle Sorten können frei gemischt werden.

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Warum nicht ausschließlich Frostfutter?

Wäre es aber nicht artgerecht und naturnah, die Aquarienfische ausschließlich mit Kleinlebewesen zu versorgen? Diese Frage muss eindeutig negativ beantwortet werden, zumindest im Hinblick auf die meisten Zierfischarten und Futtersorten. Die absolute Mehrheit der Aquarienfische ernährt sich nämlich omnivor und benötigt sowohl pflanzliche als auch tierische Kost. Das Verhältnis fällt je nach der Fischart unterschiedlich aus, jedoch stellen pflanzliche Proteine im Schnitt rund die Hälfte aller von dem Organismus der Allesfresser aufgenommenen Eiweiße.

Insofern wäre die ausschließliche Ernährung mit Frostfutter, bei dem es sich mit Ausnahme von speziellen Futtermischungen (darüber etwas ausführlicher weiter unten) handelt, nicht artgerecht und hätte das Magen-Darm-System gnadenlos überfordert. Frostfutter ist und bleibt somit in den meisten Fällen ein Ergänzungsfutter, das zwar fast täglich auf dem Speiseplan der Fische stehen darf und auch soll, aber das Hauptfutter nicht ersetzt.

Welche gefrostete Futtersorten gibt es?

Rote Mückenlarven - als Frostfutter besonders beliebt

Rote Mückenlarven – als Frostfutter besonders beliebt

Wie bereits oben erwähnt, beim Frostfutter handelt es sich weitestgehend um tiefgefrorene Kleinlebewesen. Grundsätzlich lassen sich zwei Gruppen für Aquarienfische unterscheiden:

  • Sortenreines Frostfutter;
  • Futtermixe für bestimmte Zierfischarten, darunter Futter für Malawi- und Tanganjika-Cichliden sowie Frostfuttermischungen für Diskusse.

Weiter unten zählen wir die wichtigsten Frostfuttermittel auf, erklären ihre Besonderheiten und geben anschließend Tipps zur Fütterung.

Sortenreines Frostfutter: Jede Verpackung enthält nur eine Art von Kleinlebewesen

  • Artemia salina, Salzwasserkrebse. Proteinreiches Futter für Fischbrut, Nano-Fische und mittelgroße Fische. Die sogenannten Urzeitkrebschen sind nur wenige Millimeter groß, ihr weicher Chitinpanzer ist auch für kleinere Fische leicht zu knacken. Artemia versorgen die Zierfische mit Ballaststoffen sowie mit dem wertvollen natürlichen Farbstoff Astaxanthin.
  • Bosmina longirostris, Bosmiden. Die weniger als ein Millimeter großen Verwandten von Daphnien sind eine Quelle von Ballaststoffen, ansonsten aber nährstoffarm und für Fische auf Diät eine hervorragende Wahl.
  • Cyclops, Hüpferlinge. Die nur 1 bis 2 Millimeter großen Copepoden sind ein beliebtes Aquaristik-Futter und werden von allen omni- und karnivoren Fischen, auch von den mittelgroßen, gerne genommen. Unter anderem versorgen die Hüpferlinge den Organismus der Fische mit den Farbstoffen Carotinoiden, wodurch die natürlichen Farben besser zur Geltung kommen.
  • Daphnia pulex, Wasserfloh. Wasserflöhe sind trotz ihrer Größe von 3 bis 5 Millimeter vor allem für mittelgroße und große Fische das richtige Futter – der harte Chitinpanzer stellt für kleinere Zierfische nämlich ein Problem dar. Daphnien liefern den Aquarienfischen eine Menge an Ballaststoffen, sind indes proteinarm und sorgen daher bei überfütterten Fischen für eine schlanke Linie.
  • Gammarus pulex und Gammarus fossarum, Bachflohkrebse. Die nur wenige Zentimeter großen Flusskrebschen sind eine proteinreiche Nahrung für mittelgroße Aquarienfische. Neben den Mineral- und Ballaststoffen enthält Fleisch von Bachflohkrebsen das Carotinoid Astaxanthin, ein wertvolles Antioxidans und Farbstoff für mehr Farbenpracht.
  • Garnelen, Mysis, Krill. Es handelt sich dabei um Süßwasser- oder Salzwassergarnelen in unterschiedlicher Größe. Die Wirbellosen sind in der Regel eine solide Proteinquelle und liefern außerdem verdauungsrelevante Ballaststoffe, Mineralien sowie Farbstoffe Carotinoide. Je nach der Größe eignen sich die Invertebraten für die Fütterung von Zierfischen von einem zierlichen Neon bis hin zu größeren Buntbarschen und werden fast ausnahmslos gerne genommen.
  • Die Hummer-Eier sind eine proteinreiche Kost, die unter anderem für die Aufzucht der Fischbrut sowie für die Ernährung von adulten kleinen und mittelgroßen Fischen gut geeignet ist. Die Lobstereier sind unter einem Millimeter groß und daher ein mundgerechtes Häppchen für die meisten Fische.
  • Eiweißreich, schmackhaft und leicht verwertbar, ist das Miesmuschelfleisch ebenfalls für alle Zierfische ein leckeres Zusatzfutter. Es lässt sich in beliebig kleine Portionen schneiden. Indes enthält dieses Frostfutter nur wenig Ballast- und Mineralstoffe.
  • Mückenlarven, Rote, Schwarze und Weiße. Die Mückenlarven werden in der Aquaristik seit Jahrzehnten als nahrhaftes Futter eingesetzt. Die Larven von respektive Tanz-, Stech- und Büschelmücken sind proteinreich, enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren und sind außerdem leicht verdaulich. Mit den Mückenlarven lassen sich alle omni- und karnivoren Zierfische problemlos füttern.
  • Plankton, Rotes und Grünes. Phyto- und Zooplankton, sehr feines Futter, bestehend aus mikroskopisch kleinen Futtertieren und Algen. Dieses Futter ist vor allem für solche Planktonfresser wie Garnelen und Filtrierer in einem Meereswasseraquarium geeignet.
  • Rote Rädertierchen. Eine Mischung aus unterschiedlichen Arten, vor allem für Nano-Fische und Fischbrut geeignet.
  • Stinte. Die zwischen drei und fünf Zentimeter großen Fische sind ein passendes Futter für größere Aquarienfische sowie für Schildkröten und Teichfische;
  • Tubifex, Bachröhrenwürmer. Die Würmer werden bis zu 8 Zentimeter lang und schmecken eigentlich allen Zierfischen, wobei es auch Nano-Fische durchaus mit einem – vor allem mit einem bereits toten – Wurm aufnehmen können. Tubifex ist nahrhaft, dafür aber ballast- und mineralstoffarm.

Futtermixe für einzelne Fischarten

  • Frostfutter für Diskusfische. In unserem Online-Shop finden Sie eine Reihe an Futtermischungen speziell für Diskusse, darunter Benker’s Diskus Royal, Diskus Life oder MIELING’s Diskus-Quick. Die Futtermixe stellen im Unterschied zum sortenreinen Frostfutter ein Hauptfutter für die Diskusse dar, denn die Mischung enthält sowohl pflanzliche als auch tierische Komponenten. Häufig wird der Mischung das Rinderherz beigefügt – ein Kraftfutter für die Diskusse. Gerne wird das Diskusfutter mit einem „Appetizer“ – dem Knoblauch – angereichert, um die wählerischen Zierfische zum Fressen zu animieren.
  • Cichliden-Mix, Malawi-Mix und Tanganjika-Mix. Dieses Futter ist als Alleinfutter für Cichliden aus dem Malawi- und Tanganjika-See geeignet, denn es enthält neben den tierischen Proteinen (Daphnia, Miesmuschelfleisch, Garnelen, Schwarzen und Roten Mückenlarven) auch pflanzliche Komponenten (Mikroalge Spirulina, Spinat, Karotte und Banane).
  • Mix für Filtrierer. Das Frostfutter ist in erster Linie für Korallen, Muscheln und andere Filtrierer konzipiert und enthält Mikroplankton.
  • Futtermixe für tropische Zierfische, zum Beispiel „Sextet Tropical“ enthalten in einer Blisterpackung gleich mehrere beliebte Futtertiere: Artemia salina, Rote und Schwarze Mückenlarven, Daphnia und Cyclops.

Herstellung und Lagerung

Versand in Styroporboxen

Versand in Styroporboxen

Das Frostfutter wird heute durch das sogenannte Schockfrosten hergestellt, wobei die Futtertiere innerhalb von wenigen Minuten auf die Temperaturen von -18°C bis -20°C abgekühlt werden. Dabei wird darauf geachtet, dass die Mischung nur ein Minimum an Wasser enthält; je weniger Wasser im Frostfutter, desto hochwertiger ist die Futtersorte. Die tiefgefrorene Masse wird entweder zu glatten oder zu den sogenannten „Schokotafeln“ für eine leichtere Dosierbarkeit geformt.

Durch das Schockfrosten bleiben die meisten Nähr- und Vitalstoffe in den Futtertieren enthalten, sodass der Nährwert des Frostfutters im Schnitt bei 75 Prozent von dem des Lebendfutters liegt.

Bei der Lagerung des Frostfutters ist unbedingt zu berücksichtigen, dass die Verwesungsprozesse durch die Tiefkühlung nicht gestoppt, sondern lediglich verlangsamt werden. Daher haben alle Futtermittel aus der Tiefkühltruhe ein Verfallsdatum – in der Regel zwischen einem Jahr und anderthalb Jahren, das auch unbedingt einzuhalten ist.

Für Sie als einen verantwortungsvollen Aquarianer bedeutet dies: Beim Kauf im Voraus abschätzen, wie viel Futter Sie bis zum Verfallsdatum verbrauchen können. Während ein paar Wochen darüber kein Problem darstellen, kann das Frostfutter, bei dem das Verfallsdatum um Monate überschritten ist, für die Zierfische zur tödlichen Gefahr werden.

Auf die Qualität achten!

Als ein gewissenhafter Anbieter von hochwertigem Frostfutter achten wir streng nicht nur auf die Herkunft unseres Frostfutters, sondern auch auf die ununterbrochene Kühlkette von dem Hersteller über die Lagerung bei uns und bis hin zur Ankunft der Ware bei unseren Käufern. Ununterbrochene Kühlkette garantiert die einwandfreie Qualität des Frostfutters.

Eigentlich ist jede Unterbrechung der Kühlkette bei tiefgefrorenen Lebensmitteln unbedingt zu vermeiden. Bei dem Frostfutter für die Aquarienfische, also bei tiefgefrorenen Kleinlebewesen, ist auf diesen Aspekt besonders streng zu achten. Warum? Weil die Futtertiere aufgrund ihrer äußerst geringen Größe extrem schnell verderben. Die Verwesungsprozesse setzen sich innerhalb weniger Stunden nach dem Auftauen an. Da unsere Aquarienfische keine Aasfresser sind, führen die Fäulnisbakterien, sollten diese in den Magen-Darm-Trakt gelangen, zu schwersten Verdauungsstörungen und sogar zum Tod der Tiere.

Es ist übrigens unproblematisch, das Futter, bei welchem die Kühlkette unterbrochen wurde, zu erkennen: Die Tafel ist in diesem Fall nämlich mit einer Schicht heller Eiskristalle bedeckt.

Auch schwarze Verfärbungen der Futtertiere sind ein Alarm-Signal, es kann sich um verweste Stellen handeln. Darüber hinaus sind Unebenheiten in den glatten oder Schokotafeln ebenfalls ein Hinweis auf die eventuellen Unterbrechungen der Kühlkette oder auf eine nicht fachgerechte Zubereitung des Frostfutters.

Frostfutter fürs Aquarium – so füttern Sie richtig

Beim Füttern mit tiefgefrorenen Kleinlebewesen sind einige wenige Regeln dringend zu beachten:

  • Das Frostfutter ist ausschließlich im Tiefkühlfach bei Temperaturen nicht über -18°C aufzubewahren;
  • Nur so viel entnehmen, wie viel sogleich an die Fische verfüttert wird. Sogar im Kühlschrank ist ein tiefgefrorener Würfel nur eine bis zwei Stunden haltbar, bei Zimmertemperaturen setzen die Verwesungsprozesse innerhalb von einer Viertelstunde an.
  • Vor dem Verfüttern ist die Tiefkühlkost aufzutauen, am besten unter fließendem kaltem oder auch lauwarmem Wasser. Der Futterwürfel kann auch in ein kleines Behältnis mit Wasser zum Auftauen gegeben, nach rund fünf Minuten ist es aufgetaut. Das Tauwasser, da womöglich mit Schadstoffen belastet, ist zu entsorgen. Ein engmaschiges Sieb (zum Beispiel ein Artemiasieb) oder ein Mulltuch hilft dabei, sogar die mikroskopisch kleinen Bosmiden sicher aufzufangen.
  • Das aufgetaute Frostfutter soll innerhalb von ein paar Minuten von den Fischen aufgefressen werden, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Auch beim Frostfutter mögen die Fische Abwechslung, es lohnt sich daher, ein Paket aus mehreren Futtersorten zusammen zu stellen. In unserem Shop finden Sie sowohl einige von unseren Fischexperten zusammengestellte Futterpakete als auch dürfen Sie selbst nach eigenen Vorstellungen und den Ansprüchen Ihrer Zierfische einzelne Frostfuttersorten miteinander kombinieren.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihren Aquarienfischen! Haben Sie Fragen oder Verbesserungsvorschläge? Möchten Sie uns Ihre eigenen Erfahrungen mit Frostfutter für Aquarienfische mitteilen? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

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