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Mai 15 2012

Blaue Apfelschnecke – Pomacea bridgesii h?lt das Aquarium sauber

Die Blaue Apfelschnecke (Pomacea bridgesii) geh?rt mit ihrem auff?lligen Geh?use zu den beliebtesten Schnecken f?r Aquarien, auch weil sie sich im Gegensatz zu anderen Wasserschnecken nicht von gesunden, sondern nur von abgestorbenen Pflanzenteilen ern?hrt. Algen und Futterreste werden von der Blauen Apfelschnecke ebenfalls gefressen. Dadurch eignen sie sich auch zur Sauberhaltung des Beckens. Ausgewachsene Tiere sollten zus?tzlich mit frischem Gem?se und getrockneten Wasserfl?hen gef?ttert werden.

Die urspr?nglich aus S?d- und Mittelamerika stammenden Schnecken sind in der Haltung recht anspruchslos und lassen sich mit fast allen anderen Schnecken, Krebsen, Garnelen und Fischen vergesellschaften. Raubschnecken, Sumatrabarben und Skalare, die die Schnecke verletzen k?nnen, stellen die wenigen Ausnahmen dar.

Die Blaue Apfelschnecke ben?tigt keine spezielle Einrichtung im Aquarium und vertr?gt Wassertemperaturen von 22?C bis 30?C. Allerdings darf das Wasser nicht zu weich sein, da sie verh?ltnism??ig viel Kalk f?r die Bildung ihres Geh?uses ben?tigt. Gegebenenfalls sollte dem Wasser deshalb Kalkpulver zugesetzt oder es durch Kalkstein oder Muscheln mit Kalzium angereichert werden. Da blaue Apfelschnecken sowohl Kiemen als auch Lungen besitzen und gelegentlich das Wasser verlassen, ist ein Becken mit einer gut schlie?enden Abdeckung sinnvoll. Auch sollte zwischen der Wasseroberfl?che und dem Deckel ein Abstand von mindestens 5 cm sein.

Blaue Apfelschnecken lassen sich zwar ?u?erlich nicht unterscheiden, sind aber keine Zwitter. Nach der Paarung legt das Weibchen bis zu 200 leicht orange gef?rbte Eier in einer Traube oberhalb der Wasseroberfl?che ab. Falls keine Vermehrung gew?nscht wird, kann das Gelege leicht entfernt werden. Wenn die Eier im Aquarium verbleiben, schl?pfen abh?ngig von der Temperatur nach zwei bis sechs Wochen die kleinen Schnecken. Ausgewachsen kann die Blaue Apfelschnecke einen Durchmesser von bis zu 5 cm erreichen.

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Mai 15 2012

Die variable Rennschnecke – Infos ueber Neritina variegata

Bei der variablen Rennschnecke, auch bekannt als Batik-Schnecke, handelt es sich um eine Unterart der Gattung der Neritina. Die Schneckenarten dieser Gattung besitzen ein dickes und glattes Geh?use ohne Dornen. Den Namen verdankt die variable Rennschnecke ihrer zum Teil recht unterschiedlichen Gestaltung. Einige Rennschnecken besitzen eine ovale Form mit deutlich sichtbarer Windung, andere Arten wiederum sind mehr halbkugelig. Die Bestimmung gestaltet sich nicht immer einfach anhand ihrer ?u?eren Merkmale. Die meisten Arten der variablen Rennschnecke weisen ein Muster von verschiedenen Farben und Formen auf.

Die Haltung der variablen Rennschnecke:
Zu saures und zu weiches Wasser sollte vermieden werden. In einem Aquarium gehalten, empfiehlt sich die Gr??e von 15 Liter Wasserinhalt. Das Wasser sollte eine Temperatur von 20 bis 28 Grad aufweisen und einen pH-Wert von 6,8 – 8,4 haben.
Die Haltung ist unproblematisch. Vonseiten der Vergesellschaftung ist nichts zu bef?rchten, da die Gattung absolut friedlich ist.

Die Nahrungsaufnahme erfolgt unter anderem ?ber den vorhandenen Algenrasen am Aquarium und einem Erg?nzungsfutter mit einem hohen Algenanteil. Die Zucht der Neritina variegata ist eher schwierig, da die Jungschnecken zum wachsen Salzwasser ben?tigen. So setzt die variable Rennschnecke zwar an den Scheiben des Aquariums ihre Eikokons ab, zur Aufzucht m?ssen die kleinen daraus schl?pfenden schwimmf?higen Schnecken zur Weiterentwicklung in Brackwasser gesetzt werden.

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Jan 03 2012

Achatschnecken – Achatina Fulica – Erfahrungsbericht

Die Achatschnecke Achatina Fulica ist eine aus Afrika stammende Riesenschnecke. Ihr konisch geformtes Gehäuse kann bis zu 15 cm groß, ihr Körper etwa 20 bis 30 cm lang werden.

Im folgenden können Sie einen Erfahrungsbericht unserer Kundin Doro Frost lesen, welche seit einigen Wochen mehrere Achatschnecken im Terrarium hält und pflegt.

Das Terrarium – Einrichtung:

Das Terrarium hat eine Größe von ca. 100 x 50 x 70 cm und besteht aus OSB-Platten, mit einer Front-Plexiglasscheibe von 100 x 50 cm, an der Rückwand ist es mit Spiegelfliesen versehen, worauf Thermo- und Hygrometer geklebt sind. Die Luftfeuchtigkeit sollte übrigens ca. 75 % betragen und die Temperatur zischen 21 und 25 °C liegen. Das Terrarium hat keine Schiebetüren, da manche Schnecken an den Scheiben "kleben" und "schlafen" und verletzt werden könnten, wenn man die Schiebetüren öffnet.
Für die Beleuchtung wurden 2 Löcher gebohrt. Das an der Decke ist offen und auf dem Terrarium steht eine normale Kaltlicht-Tischlampe, die in dieses Loch scheint, wenn ich abends nur den Fressplatz beleuchten möchte. In das Loch an der kurzen Seite des Terrariums habe ich einen Porzellansockel der Normal-Glühbirnen-Lampe eingeführt und von innen einen selbstgemachten Lampenschirm aus Aluminium-Gaze angebracht, damit sich die Schnecken nicht verbrennen, wenn sie auf Erkundungstour gehen.

Der Boden ist komplett mit einer Folie ausgelegt und rundherum auf ca. 10 cm Höhe angepasst. Darauf Seramis (100 x 50 x 10 cm entspricht etwa 15 Liter Seramis). In einer Ecke befindet sich eine etwa 8 cm tiefe und mit einer Humus-Kalk-Mischung gefüllte Plastikschale (Durchmesser: ca. 25cm). Ich kann diese einfach aus dem Terrarium nehmen, nach Gelegen durchsuchen und diese gegebenenfalls einfrieren und den Humus erneuern. Wenn die Schnecken Lust auf Humus haben, graben sie sich dort ein, wenn nicht dann in das Seramis und ich konnte noch keine Häuser-Schäden durch die Seramis-Körnchen entdecken, auch nicht an den weichen Wachstumsrändern.
Ansonsten befinden sich im Terrarium Kunstpflanzen beziehungsweise Kunstäste. Adulte Schnecken fressen alles, was ungiftig ist. Echte Pflanzen überleben somit nicht lange, wenn sie den Schnecken "schmecken".

Erfahrungen mit Futter für Achatschnecken:

Gern genommenes Futter:

  • Aufgeweichte Schildkrötensticks
  • Bachflohkrebse
  • Kürbis in dünnen Scheiben
  • das Weiche von Salatgurken
  • Salat (Eisberg, Feldsalat, grünen Salat, Lollo Bianco)
  • Paprika
  • Bananen
  • Mango & Avocado
  • süße Apfelsorten
  • Babybrei, aber nicht mit Möhrchen
  • Ein Topf Basilikum wurde komplett kahl gefressen

Nicht so gern genommenes Futter:

  • Tomaten und Möhren
  • Dosenkatzenfutter

  • Keinen Kohl (bläht) und keine Zitrusfrüchte (zu sauer)

Die Pflege der Achatschneckchen:

Ich habe eine Wanne im Terrarium stehen, in der etwa 1 cm Wasser steht. Sie trinken daraus und baden darin.
Wenn ich abends heimkomme, stehen die Augen auf "Halbmast" (sie "dösen" dann noch) und ich nehme sie (vorsichtig wegen der weichen Wachstumsränder) und lege alle in ein Küchensieb und dusche sie mit lauwarmem Wasser ab. Die Augen kommen dann komplett heraus (je nach Schneckengröße sind die Augen bis zu 3 cm lang) und dann setze ich sie wieder an die Futterschale.

Zucht und Nachwuchs:

Die Schnecken sind geschlechtsreif, wenn eine helle kleine Beule (mit einem Durchmesser von ca. 4 mm), welche ca. 1 cm hinter dem rechten Auge sitzt, zu sehen ist. Dort befindet sich die Geschlechtsöffnung. Die Schnecken sind Zwitter und haben sowohl weibliche als männliche Geschlechtsorgane.
In der Regel befinden sich zwischen 50 und 300 Eiern in einem Gelege. Alle 1-2 Wochen sollte das Terrarium unbedingt nach Gelegen durchsucht werden und die Eier sofort eingefroren werden. Setzt man ein übersehenes Gelege einfach aus, weil man es nicht über's Herz bringt, die niedlichen kleinen Schnecken einfach einzufrieren, können diese enorme Flurschäden anrichten. (In den USA ist selbst die Haltung dieser Schnecken schon wegen ihres großen Appetits verboten.)

Meine Gelege:

Bis jetzt hatte ich 4 Gelege (1 x pro Schnecke á ca. 200 Eier). Die kleinste Schnecke hatte auch die kleinsten Eier gelegt. Ich habe insgesamt 9 Eier entnommen und diese in ein kleines, transparentes Eiersalat-Becherchen gelegt, darüber ca. 1 cm aufgekalktes Humussubstrat (mit 1/3 Kalk) geschüttet, habe kleine Löcher in den Deckel gemacht und die Schale in das Terrarium gestellt. So lässt sich gut beobachten ob und wann die Babys schlüpfen.

Die Eier benötigen normalerweise eine Temperatur von 23-25°C und eine etwaige Luftfeuchtigkeit von 90 %. Der Humus muss feucht, aber nicht klitschnass gehalten werden. Bei mir sind 6 Babys aus den 9 Eiern aber auch bei 21°C nach 3 Wochen geschlüpft. Die Babys fressen ihre ca. 4 mm große Eierschale nach und nach von innen auf bis dann eben ein ca. 4 mm großes knubbeliges, rundes Schneckchen in der "Baby-Station" liegt. Sie sind anfangs gelblich transparent. Mittlerweile sind die älteren Babys fast schon so dunkel wie ihre Eltern und schon so groß wie der Nagel eines kleinen Fingers. Die Häuschen sind jetzt konisch und bekommen nun Punkte.

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